Normalerweise gucke ich ja weder Grey’s Anatomy noch Private Practice und Co., da mich das Ganze nie wirklich gereizt oder sonstwie erreicht hat. Allerdings bin ich letzten Mittwoch beim Zappen an einer Szene hängengeblieben, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht.

Einer der weiblichen Charaktere bei Private Practice wurde – wenn ich es richtig mitbekommen habe – in einer der letzten Folgen vergewaltigt und trug einen enormen Hass auf sich, ihre Umwelt und alle Freunde, die ihr irgendwie helfen wollen mit der Situation fertig zu werden, mit sich herum, als sie in der Kaffeeküche mit einem der anderen Charaktere ins Gespräch kam und sich dafür bedankte, dass er sich nicht um ihr Schicksal kümmere oder ihr seine Hilfe anböte. Der Dialog, der sich daraus entspann, sah in etwa so aus:

Sie: „Danke, dass du mich in Ruhe lässt.“
Er: „Für dich würde ich jederzeit Nichts tun. Das weißt du doch.“

Ich habe das lange auf mich wirken lassen und komme mehr und mehr zu dem Schluss, dass es kaum eine schönere Respekts- und Sympathiebekundung geben kann, als jemanden im Guten wie im Schlechten auch mal in Ruhe zu lassen.

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