Auf den Tag genau vor neun Jahren habe ich mir mein rechtes Knie zerschossen. Es war gegen kurz nach 20 Uhr beim Basketballtraining der Herren-Mannschaft, als ich beim Kampf um den Rebound nach dem Freiwurf auf dem Fuß meines Mitspielers landete und dann … naja … die Kniescheibe sprang aus ihrer Gelenkpfanne, hing für etwa fünf Minuten ziemlich weit rechts außen und rückte dann wieder an ihre angestammte Position. Ein paar meiner damaligen Teamkameraden wechseln immer noch die Gesichtsfarbe, wenn ich die Anekdote fallen lasse (was verdammt Spaß macht) 😀

Was folgte waren meine erste Krankenwagenfahrt, anregende Unterhaltungen mit den Ärzten (man glaubt gar nicht wie nett und entspannt Notfallpersonal sein kann, wenn man nicht mit einer Brand-, Verätzungs-, Stech- oder Schusswunde auftaucht) und mein zweiter Gips innerhalb von nur vier Monaten, nachdem ich mir Anfang des Jahres bereits das Handgelenk angebrochen hatte.

Insgesamt fand und finde ich die Situation herrlich absurd und amüsant. In zehn Jahren Vereinsfußball hatte ich keine einzige nennenswerte Verletzung, in neun Monaten Vereinsbasketball hingegen wurde ich zum Dauergast bei den Ärzten meiner Heimatregion.

Die anschließende Reha war mehr oder minder witzig, aber es hat sich gelohnt, da ich mein rechtes Knie heute wieder zu 95 Prozent belasten kann. Einzig die Warnung meiner Physios und Ärzte, dass mir Ähnliches auf Grund der Beschaffung meiner Gelenkpfannen wieder passieren könnte ist als Lehre geblieben. Und das Wissen, dass es einem unterm Gips immer dann kratzt, wenn man es nicht gebrauchen kann, da man nicht rankommt.

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